Überfordert mit der Pflege der Eltern? Lösungen!

Wenn Sie das hier lesen, tragen Sie gerade sehr viel: Termine, Medikamente, Haushalt, Papierkram – und dazwischen das Gefühl, nie genug zu sein. Sie sind nicht allein. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Überlastung erkennen, was sofort hilft und welche Entlastungen es für pflegende Kinder gibt – inkl. Checkliste für eine faire, rechtssichere Betreuung zu Hause.

Warnzeichen: Woran Sie Überlastung erkennen

  • Ständige Müdigkeit, Schlaf-/Konzentrationsprobleme
  • Innere Unruhe, Gereiztheit, „schnell über dem Limit“
  • Schuldgefühle, obwohl Sie alles geben
  • Rückzug von Freunden/Hobbys, kaum Zeit für sich
  • Körperliche Signale: Verspannungen, Kopfschmerzen, Magen/Darm
  • Das Gefühl, nur noch zu „funktionieren“

Wichtig: Ihre Gesundheit ist Teil der Pflege. Hilfe annehmen ist richtig.

48-Stunden-Plan: Das hilft sofort

Mini-Entlastungen einbauen
3× täglich 10–15 Minuten Fix-Pause: trinken, kurz an die frische Luft, dehnen (Timer stellen).

Pflegegrad prüfen/beantragen
Leistungen der Pflegekasse sind die Basis. Starten Sie den Antrag über Pflegekasse oder Pflegestützpunkt.

Aufgaben verteilen
Liste: Medikamente, Waschen, Kochen, Telefonate, Papierkram …
Daneben konkrete Namen: Geschwister, Nachbarn, Freunde. Konkrete Bitte wirkt: „Können Sie freitags einkaufen?“

Notfall-Mappe anlegen
Medikamente, Diagnosen, Ansprechpartner, Vollmachten in einem Ordner/Cloud – beruhigt sofort.

Erstes Beratungsgespräch buchen
20 Minuten reichen oft, um Klarheit zu bekommen (Tages-/Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Haushaltshilfe, Betreuung zu Hause).

Welche Entlastungen es gibt

  • Betreuung zu Hause (24-Stunden-Betreuung/„Live-in“)
    Alltagsbegleitung, Haushalt, Grundpflege
    Keine medizinische Behandlungspflege
    Vorteil: Kontinuität, Sicherheit, spürbare Entlastung
  • Ambulanter Pflegedienst
    Medizinische Leistungen (z. B. Wundversorgung) + definierte Pflegeeinsätze
  • Tages-/Kurzzeitpflege & Verhinderungspflege
    Temporäre Auszeiten (Erholung, Urlaub, Termine)
  • Beratung & Schulungen für Angehörige
    Praktische Handgriffe, rückenschonende Techniken, Demenz-Kommunikation

Häufig ist die Kombination mehrerer Leistungen ideal. Das klären Sie mit der Pflegekasse/dem Pflegestützpunkt – oder mit uns.

Checkliste: Gute 24-Stunden-Betreuung erkennen

Klare Aufgaben: Haushalt, Kochen, Begleitung, Grundpflege, Nachtbereitschaft – was genau wird erwartet?

Passung & Erfahrung: Demenz? Hilfsmittel? Haustiere? Führerschein?

Sprachniveau: alltagstaugliche Verständigung (z. B. A2/B1/B2)

Arbeits- & Ruhezeiten: transparent geregelt – Pausen gehören dazu

Vertretung & Wechsel: Urlaubs-/Krankheitsvertretung, fester Ansprechpartner

Rechtssichere Organisation: EU-Entsendung mit korrekter Dokumentation, faire Konditionen

Transparente Kosten: keine versteckten Gebühren, klarer Vertrag, Gesamtkosten vorab

In 5 Schritten strukturiert vorgehen

1. Bedarf erfassen: Tagesablauf skizzieren; was muss täglich/wöchentlich passieren?

2. Pflegegrad/Leistungen klären: Antrag/Überprüfung, mögliche Zuschüsse & Kombinationen.

3. Kurzfristige Entlastung starten: stundenweise Hilfe oder Verhinderungspflege planen.

4. Betreuung zu Hause organisieren: 2–3 passende Profile prüfen; Kennenlernen per Video/Telefon.

5. Erste Woche eng begleiten: Übergabe, Tagesstruktur, Medikamenten-/Terminplan; danach wöchentlich kurz abstimmen.

Häufige Gedanken – und hilfreiche Antworten

  • „Ich will Mutter/Vater nicht allein lassen.“
    Tun Sie nicht. Sie sorgen dafür, dass verlässliche Hilfe da ist. Das ist Verantwortung, nicht Wegsehen.
  • „Ich sollte das allein schaffen.“
    Pflege ist Teamarbeit. Hilfe annehmen schützt Sie – und den Angehörigen.
  • „Wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen.“
    Starten Sie mit einem kostenlosen Erstgespräch. In 20 Minuten liegt ein realistischer Plan vor.

FAQ kurz

Ist 24-Stunden-Betreuung dasselbe wie ein Pflegedienst?
Nein. Betreuungskräfte übernehmen Alltag/Haushalt/Grundpflege. Behandlungspflege macht der Pflegedienst.

Lassen sich Pflegekassen-Leistungen kombinieren?
Oft ja. Welche Mischung passt, klären Sie im Einzelfall mit der Pflegekasse/den Pflegestützpunkten.

Wie schnell kann die Betreuung starten?
Je nach Situation oft in wenigen Tagen. Ein klarer Bedarfsplan beschleunigt alles.

Über Pflegerlich – damit es zu Hause wieder leichter wird

Wir vermitteln verlässliche Betreuungskräfte für die Rund-um-die-Uhr-Begleitung zu Hause. Rechtssicher organisiert (EU-Entsendung/A1), transparent kalkuliert und mit festem Ansprechpartner für Sie.

Telefon: 0160 1263778

Kostenloses Erstgespräch: https://pflegerlich.de/kontakt/

Fazit

Pflege in der Familie ist Marathon, kein Sprint. Sie müssen das nicht allein tragen – und es ist kein Versagen, Entlastung zu organisieren. Wenn Sie Warnzeichen bei sich bemerken, handeln Sie früh: Leistungen prüfen, Aufgaben teilen, kurzzeitige Hilfe nutzen und – wenn es passt – eine verlässliche Betreuung zu Hause aufsetzen. So bleibt mehr Kraft für das, was zählt: gute Zeit mit Ihrem Angehörigen.

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